Das Phänomen "Liebe" hat mich seit meines Studiums der Soziologie fasziniert. Es ist eben nicht nur ein Wort mit fünf Buchstaben. Ich wollte alles wissen und besitze mittlerweile eine anständige Bibliothek. Ich habe vieles gelesen, doch das meiste leider wieder vergessen. Bücher sind zum Glück zum Nachschlagen da. Besonders interessierte mich die "Soziologie der Liebe", auch wenn andere Zweige wie Biologie, Geschichtswissenschaft, Psychologie und Philosophie sich mit Liebe beschäftigen.
Meine Magisterarbeit zum kulturellen Wandel der romantischen Liebe hatte ich in "Liebe, Teil 1" schon erwähnt. Ich begann im Anschluss sogar eine Doktorarbeit, in der ich mich per Befragung auf die Suche nach einer "gegenromantischen Drift im populärsemantischen Liebes-Apparat für Intimbeziehungen" begeben wollte (siehe Konzept). Ohne Fachchinesisch ausgedrückt: Wie sieht das subjektive und vom sozialen Umfeld dennoch mitgeprägte Liebesleitbild von Liebenden, die sich von romantischem Gedankengut verabschiedet haben, im Einzelnen aus? Aus verschiedenen, v.a. finanziellen Gründen brach ich jedoch die Dissertation ab.
Unabhängig davon wagte ich vor einigen Jahren, am Wikipedia-Eintrag "Liebe"ein klein wenig mitzuarbeiten. Dort gibt es den Abschnitt "Soziologie". Überraschenderweise wurde folgende Zuarbeit nicht gelöscht, sie blieb kritiklos stehen: