Denke ich an meine früheren Liebesgeschichten, kommt der Umstand in Erinnerung, dass auch ich schon mehr als einmal für einen anderen verlassen wurde. Danach badete ich damals lange Zeit (viel zu lange) in Selbstmitleid, Wehklagen, Wut; es entstanden Anklagen, Vorwürfe, Forderungen. Meine Vorwürfe lauteten: Wie konntest Du nur unsere Liebe verraten? Du wirst den Schritt bereuen, unserere Beziehung ist einzigartig gewesen. Unser Glück hat das nicht verdient. Es ist ein Fehler!
Doch nichts davon traf ins Schwarze bzw. ist noch gültig. Ich hätte mir das Leiden sparen können.
Ich versammle hier Denk-Steine, die über den Tellerrand hinausschießen.
24. August 2012
17. Juli 2012
In 40 Jahren - Leben im Digitalseits?!
Liebe, Tod und solche Sachen - zu den "Sachen" zählt für mich auch ein Thema wie Cloud Computing. Ich könnte wetten, die wenigsten Leser haben schon mal etwas von Microsofts Office 365 gehört. Es ist das aktuellste Office-Produkt, dass 365 Tage im Jahr (24 Stunden, 7 Tage in der Woche) von fast überall per Online-Zugriff auf die kollektiv geteilten Rechenzentren erreichbar sein soll. Wenn denn die Daten sicher und geschützt sind. Ich will hier das Produkt nicht näher vorstellen, da es billige Werbung wäre, aber ich will darauf hinaus, dass sich vieles tut bei Microsoft, was der Prüfung wert wäre.
Denkstein von
Frank Rahde
um
21:06
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15. April 2012
Die Zahl 40
Die 40 erinnert mich an meine Grenze. Ich werde dieses Jahr so alt, wie die DDR es wurde. Sogleich denke ich bei 40 an die 80, an mein äußeres Ziel. Diese Verdopplung ist immer mein Trick, um mich noch in der Lebensmitte zu wähnen. Solange das Endergebnis noch per Altersheim erreichbar scheint, geht es mir blendend. Mit der Zahl 45 wird dies nicht mehr funktionieren. Und ich weiß, dass die zweite Hälfte schneller tickt als die erste.
Denkstein von
Frank Rahde
um
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23. Januar 2012
Alltag IV - städtische Erdgeschoss-Opfer
Als ich früher noch unter dem Dach wohnte, genoss ich die Aussicht (Weitblick) und die Wärme (im Sommer) - besonders aber die relative Ruhe da oben. Aktuell wohne ich an einer halbstark befahrenen Straße inkl.eingerückter Parkplätze, da ist Schluss mit lustig. Das Wohnen im Erdgeschoss ist aus vielerlei Hinsicht nachteilig. Als Vorteile sehe ich spontan nur a) den kurzen Weg zur Haustür bzw. zum Briefkasten, b) die Möglichkeit, dem Kater später einmal Freigang zu ermöglichen und c) den unmittelbaren Beobachtungsposten (vielleicht gut für Soziologen).
Wenn ich im sog. Homeoffice an den Werktagen an meinem Schreibtisch sitze, bekomme ich tagtäglich Postautos (die Postbeamten klingeln besonders gern bei Leuten im Erdgeschoss zum Hinterlegen von Paketen), Busse (eine Verkehrslinie führt hier entlang) und Müllwagen zu sehen, neben den PKWs und LKWs, versteht sich. Das Vorbeiflitzen all dieser motorisierten "Farbpakete" im 3-Sekunden-Takt von rechts nach links und umgekehrt irritiert mein Sehorgan. Doch damit nicht genug.
Wenn ich im sog. Homeoffice an den Werktagen an meinem Schreibtisch sitze, bekomme ich tagtäglich Postautos (die Postbeamten klingeln besonders gern bei Leuten im Erdgeschoss zum Hinterlegen von Paketen), Busse (eine Verkehrslinie führt hier entlang) und Müllwagen zu sehen, neben den PKWs und LKWs, versteht sich. Das Vorbeiflitzen all dieser motorisierten "Farbpakete" im 3-Sekunden-Takt von rechts nach links und umgekehrt irritiert mein Sehorgan. Doch damit nicht genug.
13. Januar 2012
Leichenschändung als Frucht des Krieges
Härte zeigende US Marines haben laut einem Amateurvideo leblose afghanische Talibankämpfer angepisst und verhöhnt. Sie haben gegen ihren eigenen Ehrenkodex und gegen die Genfer Konvention verstoßen. Töten ist erlaubt, Leichen zu schänden ist "schlimm". Der Aufschrei in den westlichen Massenmedien ist groß, weil das Ansehen der USA-Führung leidet und zu befürchten ist, das religiöse Gefühle bei den Afghanen verletzt wurden sind - was vor Ort zu neuen Gewalttaten anstiften könnte. Deshalb wird vielerorts davon geschrieben, die Leichenschändung sei ein barbarischer, ekelhafter, abstoßender, würdeloser, kläglicher Akt gewesen (Beispiel 1 und Beispiel 2). Ich empfand nichts dergleichen, als ich das zensierte Video sah, deshalb melde ich mich hier zu Wort!
Denkstein von
Frank Rahde
um
11:07
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Afghanistan,
Krieg,
Leichenschändung,
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31. Dezember 2011
Verknallt
Ich wünsche meinen Lesern für morgen ein Jahr ohne böse Geister!
Genau zum Zwecke des Verscheuchens dieser Unglücksritter wird zu Silvester geböllert. Ich erwischte mich heute bei dem Drang, dafür schnell noch ein paar Raketen und Knaller zu kaufen. Doch dann kam mir der rettende Gedanke: All die anderen, die ihr Geld für Feuerwerk verprassen, anstatt es zu spenden, machen den abschreckenden Lärm für mich mit. Ihnen gilt mein Dank.
Ja, knallt die Altlasten weg, verknallt Euch ins Neue Jahr!!!
Euer Frank Rahde
Genau zum Zwecke des Verscheuchens dieser Unglücksritter wird zu Silvester geböllert. Ich erwischte mich heute bei dem Drang, dafür schnell noch ein paar Raketen und Knaller zu kaufen. Doch dann kam mir der rettende Gedanke: All die anderen, die ihr Geld für Feuerwerk verprassen, anstatt es zu spenden, machen den abschreckenden Lärm für mich mit. Ihnen gilt mein Dank.
Ja, knallt die Altlasten weg, verknallt Euch ins Neue Jahr!!!
Euer Frank Rahde
5. Dezember 2011
Fußball-WM 2006: Erfolg durch Luxus
Erst jetzt kam ich dazu, Sönke Wortmanns "Deutschland - ein Sommermärchen" zu schauen. Ich will diese Dokumentation zur Fußball-WM 2006 hier nicht schlecht reden, bin ja selbst Fußballfan unserer Nationalmannschaften, sondern ein bis zwei Aspekte herausgreifen, da ich den Film etwas anders als ein Artikel auf SPIEGEL Online wahrnahm. Ich war schon nach den ersten Minuten ein unentspannter Zuschauer, ich konnte die Zelebrierung des halben Erfolges (dritter Platz) nicht richtig genießen.
Keine Frage: La Ola-Wellen von Bereitschaftspolizei und Bundeswehr am Straßenrand sind amüsant. Auch die emotionalen Szenen vor, während und nach den WM-Spielen reißen einen mit. Aber: Was haben diese acht Wochen Ausnahmezustand wohl gekostet?!
Keine Frage: La Ola-Wellen von Bereitschaftspolizei und Bundeswehr am Straßenrand sind amüsant. Auch die emotionalen Szenen vor, während und nach den WM-Spielen reißen einen mit. Aber: Was haben diese acht Wochen Ausnahmezustand wohl gekostet?!
1. Dezember 2011
Kein echter Nachruf
Wieder sind unzählige Menschen heute gestorben, auf natürliche oder gewaltsame Weise. Darunter auch Christa Wolf, "eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der deutschen Nachkriegszeit". Sie wurde 82 Jahre alt und durfte somit 6 Jahre länger leben als meine Oma väterlicherseits. Glückwunsch! Wie nicht anders zu erwarten war, gibt es verständlicherweise schon erste Nachrufe, in denen die Befragten ihre Trauer zum Ausdruck bringen und Ehrerbietung zollen.
Diese mediale Reaktion voller bekundeter Emotionen auf Wolf´s Tod löste in mir wie jedes Kondolenzschreiben oder jede Todesanzeige zuvor stille Fragen auf, die nicht die gestorbene Person und das Gedenken ihrer Leistungen betreffen, sondern sich an die Weiterlebenden richtet: Warum seid ihr so überrascht und tief betroffen von der Todesnachricht?! Wusstet ihr nicht, dass jeder eines Tages stirbt und C. W. schon betagt war?! Sollte man nicht den Toten lieber zu dessen Lebzeiten mitteilen, was er einem bedeutet?! Haben nicht alle Gestorbenen eine Würdigung verdient?! Worin genau besteht euer Verlust?!
Diese mediale Reaktion voller bekundeter Emotionen auf Wolf´s Tod löste in mir wie jedes Kondolenzschreiben oder jede Todesanzeige zuvor stille Fragen auf, die nicht die gestorbene Person und das Gedenken ihrer Leistungen betreffen, sondern sich an die Weiterlebenden richtet: Warum seid ihr so überrascht und tief betroffen von der Todesnachricht?! Wusstet ihr nicht, dass jeder eines Tages stirbt und C. W. schon betagt war?! Sollte man nicht den Toten lieber zu dessen Lebzeiten mitteilen, was er einem bedeutet?! Haben nicht alle Gestorbenen eine Würdigung verdient?! Worin genau besteht euer Verlust?!
30. November 2011
Kinder sind nicht umsonst da
Früher verabscheute ich den Gedanken, Kinder aus egoistischen Gründen heraus zu planen und zu zeugen. Ein Kind sollte einen einzigartigen Liebesbeweis darstellen, ein Symbol und Produkt meiner Paarbeziehung, zum Anfassen, eine Zementierung des Zusammengehörens, eine Dreisamkeit als Krönung der Zweisamkeit. Doch mittlerweile sehe ich im Kinderwunsch die Suche nach Lebenssinn, ohne dem ich an die Grenze meiner Existenz stoße und von innen sterbe.
Damit beschreibe ich wohl nichts Neues: Was bleibt, wenn man die Erde verlässt, sind die Kinder, die wir nach unserem Gustus erzogen und geformt (stimuliert, manipuliert, gedrillt?) haben. Auf dass meine Gene und "Handschrift" die eigene Sterblichkeit überdauern. Ist der Nachwuchs nicht ein Mittel des Trostes, indem er durch seine Formbarkeit die Angst vor dem eigenen Tod mildert?! Ist er eine Begründungsbasis, um das Schreiten in das schreckliche Alter(n) zu motivieren?!
Damit beschreibe ich wohl nichts Neues: Was bleibt, wenn man die Erde verlässt, sind die Kinder, die wir nach unserem Gustus erzogen und geformt (stimuliert, manipuliert, gedrillt?) haben. Auf dass meine Gene und "Handschrift" die eigene Sterblichkeit überdauern. Ist der Nachwuchs nicht ein Mittel des Trostes, indem er durch seine Formbarkeit die Angst vor dem eigenen Tod mildert?! Ist er eine Begründungsbasis, um das Schreiten in das schreckliche Alter(n) zu motivieren?!
18. Oktober 2011
Totgeschwiegen
Wir sollten den nahenden Tod nicht totschweigen.
Das ist nicht nur Irrsinn, sondern ein Widerspruch in sich. Sogar ein Steve Jobs erkannte, "... Death is very likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It clears out the old to make way for the new. " (hier). Ja, der Tod lässt das Alte abtreten und schafft Platz für das Neue. So müssten wir es wollen.
Das Bildnis vom schwarzen Sensenmann ist schädlich. Wir geraten doch nur in einen ellenlangen Schlaf, aus dem wir nicht mehr aufwachen. Die Kurzfassung ist uns täglich gegeben. Am Schlaf leidet man nicht. Der Körper als Maschine verschleißt, weil er lebt. Ebenso wird der Geist irgendwann träge. Manchmal ist einem, als sei man lebendig begraben, z. B. in der Alltagsroutine.
Da bin ich über alles dankbar, was mich wachrüttelt. Manchmal vergessen wir, weiter in uns zu investieren und das Leben anzusprechen. Wir wachen zwar täglich auf, aber verstehen nicht, wieso dies nicht alltäglich ist.
Ich will noch das Neue sein und "gebären". Dem Tod ist egal, wen er auf welcher Etappe stoppt, doch mir ist noch nicht egal, dass er mir entgegenkommt und mich zum Schweigen bringen will. Soll er sich doch auf den Bänken zwischen mir und sich noch ausruhen.
Leben, schrei!
Das ist nicht nur Irrsinn, sondern ein Widerspruch in sich. Sogar ein Steve Jobs erkannte, "... Death is very likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It clears out the old to make way for the new. " (hier). Ja, der Tod lässt das Alte abtreten und schafft Platz für das Neue. So müssten wir es wollen.
Das Bildnis vom schwarzen Sensenmann ist schädlich. Wir geraten doch nur in einen ellenlangen Schlaf, aus dem wir nicht mehr aufwachen. Die Kurzfassung ist uns täglich gegeben. Am Schlaf leidet man nicht. Der Körper als Maschine verschleißt, weil er lebt. Ebenso wird der Geist irgendwann träge. Manchmal ist einem, als sei man lebendig begraben, z. B. in der Alltagsroutine.
Da bin ich über alles dankbar, was mich wachrüttelt. Manchmal vergessen wir, weiter in uns zu investieren und das Leben anzusprechen. Wir wachen zwar täglich auf, aber verstehen nicht, wieso dies nicht alltäglich ist.
Ich will noch das Neue sein und "gebären". Dem Tod ist egal, wen er auf welcher Etappe stoppt, doch mir ist noch nicht egal, dass er mir entgegenkommt und mich zum Schweigen bringen will. Soll er sich doch auf den Bänken zwischen mir und sich noch ausruhen.
Leben, schrei!
4. September 2011
Verkehrte Welt - Verzicht auf gute Lösungen
Manchmal sind wir klüger, als wir zugeben wollen und greifen auf schlechte Lösungen zurück, anstatt uns selbst eines Besseren zu belehren. Davon zeugen die von mir wahllos herausgegriffenen folgenden aktuellen Beispiele aus unterschiedlichen Kontexten:
1. USA: Am 11.09.2001 wurde bekanntlich New York vom Terror der Bin Laden Truppe "Al Kaida" heimgesucht. Es kamen an die 3.000 Menschen um. Das war ein Schock für die USA, die daraufhin den "Krieg gegen den Terror" (Afganistan-Krieg) starteten. Diese Überreaktion kostete Tausenden militärischen und zivilen Opfern das Leben und natürlich mehrere Dutzende Milliarden Euro. War es das wert?! Nein! Terroristische Anschläge lassen sich nicht so einfach ausrotten, indem man nur die Symptome bekämpft. Man hätte dies vorher wissen können, aber machte das Ganze durch blinden Aktionismus nur noch schlimmer. Der Verzicht auf Rache statt des Eintretens in die Spirale der Gewalt wäre klüger gewesen.
1. USA: Am 11.09.2001 wurde bekanntlich New York vom Terror der Bin Laden Truppe "Al Kaida" heimgesucht. Es kamen an die 3.000 Menschen um. Das war ein Schock für die USA, die daraufhin den "Krieg gegen den Terror" (Afganistan-Krieg) starteten. Diese Überreaktion kostete Tausenden militärischen und zivilen Opfern das Leben und natürlich mehrere Dutzende Milliarden Euro. War es das wert?! Nein! Terroristische Anschläge lassen sich nicht so einfach ausrotten, indem man nur die Symptome bekämpft. Man hätte dies vorher wissen können, aber machte das Ganze durch blinden Aktionismus nur noch schlimmer. Der Verzicht auf Rache statt des Eintretens in die Spirale der Gewalt wäre klüger gewesen.
30. August 2011
In eigener Sache III - Strandfechten
Ich nahm am 27.08.2011 mit Erfolg am I. Sächsischen S(tr)andfechtturnier in Cossebaude teil.
Ah, schon wieder das Thema Fechten?! Genau, es ist eine tolle Sportart, die sich nicht zu verstecken braucht. Sie kann auch mit Sand gut umgehen. Wie das denn?
Das sog. Strandfechten, von dem hier die Rede ist, schwappte von Rostock, wo es laut Sächsischer Zeitung 1999 vom dortigen Fechtclub ins Leben gerufen wurde, endlich nach Dresden. Als normaler Degenfechter finde ich diese besondere Form des Fechtens sehr attraktiv. Warum soll man auch im Sommer drinnen in der Halle versauern und sich auf eine zwar 14m lange, aber nur 2m breite Fechtbahn beschränken, wenn man doch barfuß und unter freiem Himmel die Klingen miteinander kreuzen kann?! Das Fechten im Mittelalter fand ja wohl auch eher im Freien, im "Dreck", bei Wind und Wetter und an jedem beliebigen Ort statt.
Ah, schon wieder das Thema Fechten?! Genau, es ist eine tolle Sportart, die sich nicht zu verstecken braucht. Sie kann auch mit Sand gut umgehen. Wie das denn?
Das sog. Strandfechten, von dem hier die Rede ist, schwappte von Rostock, wo es laut Sächsischer Zeitung 1999 vom dortigen Fechtclub ins Leben gerufen wurde, endlich nach Dresden. Als normaler Degenfechter finde ich diese besondere Form des Fechtens sehr attraktiv. Warum soll man auch im Sommer drinnen in der Halle versauern und sich auf eine zwar 14m lange, aber nur 2m breite Fechtbahn beschränken, wenn man doch barfuß und unter freiem Himmel die Klingen miteinander kreuzen kann?! Das Fechten im Mittelalter fand ja wohl auch eher im Freien, im "Dreck", bei Wind und Wetter und an jedem beliebigen Ort statt.
23. August 2011
Liebe, Teil 4 - Liebe als Emotion
Eine Minderheit der Soziologenschaft steht auf dem Standpunkt, Liebe sei die Emotion der Zuneigung. Klingt womöglich einfach und einleuchtend, ist es aber nicht, da die Soziologie speziell das im Blick hat, was sozial und kulturell auffällig ist, also beobachtbar, beschreibbar, messbar ist - und das sind Prozesse und Strukturen der Lebenswelt, sind Situationen, Erleben, Handeln, Interaktionen, Beziehungen, Institutionen, Wissensbestände. Ein Soziologe nimmt Abstand von geistigen oder biologischen Effekten. Das, was im Bewusstsein passiert, wird der Psychologie als Feld überlassen. Ich möchte hier als knappen Einstieg zwei Soziologen zitieren, die das Emotionale an der Liebe hervorheben, ohne ihre Sichtweise zunächst zu kommentieren.
Denkstein von
Frank Rahde
um
11:02
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Meinung(en)
Sujets:
Emotion,
Georg Simmel,
Jürgen Gerhards,
Liebe
15. August 2011
Facebook-Freunde löschen
Ich lege den Nutzern von Facebook (Abk. FB) unter uns den holländischen Kurzfilm Farewell Facebook ans Herz. Er ist kurzweilig, regt zum Nachdenken an und lässt schmunzeln. Zum Glück bin ich noch nicht so süchtig nach dem ständigen "Bewegen" in diesem sozialen Netzwerk, obwohl ich täglich mehrmals kurz hineinschaue.
Mehr wollte ich heute nicht beitragen, aber die Gelegenheit ist günstig. Ich nutze FB hauptsächlich zum Gruppenleben (Hobbys wie Fechten und Schach), zum Chatten zwischendurch (Telefonieren mit FB-Freunden würde zu weit führen), zum Fotoalben durchblättern (es gibt manchmal schöne Motive zu bestaunen), zur Verfolgung von Neuigkeiten bei meinen "Freunden" und nicht zuletzt als Werbetrommel für meinen Blog. Man bekommt auch schnell Reaktionen auf eigene Beiträge mit. Das gefällt mir sehr! Was ich nicht mache, ist das Mitspielen dieser komischen Games und das dauerhafte Online-Sein. Ich ertrage die Vorstellung nicht, angechattet zu werden, wenn ich nicht am Rechner sitze; dann ließe ich das Gegenüber ja sinnlos auf mich warten. Wenn ich zu tun habe, gehe ich daher offline. Außerdem habe ich nur sehr wenig Freunde von früher hier wiedergefunden. Schade eigentlich.
Mehr wollte ich heute nicht beitragen, aber die Gelegenheit ist günstig. Ich nutze FB hauptsächlich zum Gruppenleben (Hobbys wie Fechten und Schach), zum Chatten zwischendurch (Telefonieren mit FB-Freunden würde zu weit führen), zum Fotoalben durchblättern (es gibt manchmal schöne Motive zu bestaunen), zur Verfolgung von Neuigkeiten bei meinen "Freunden" und nicht zuletzt als Werbetrommel für meinen Blog. Man bekommt auch schnell Reaktionen auf eigene Beiträge mit. Das gefällt mir sehr! Was ich nicht mache, ist das Mitspielen dieser komischen Games und das dauerhafte Online-Sein. Ich ertrage die Vorstellung nicht, angechattet zu werden, wenn ich nicht am Rechner sitze; dann ließe ich das Gegenüber ja sinnlos auf mich warten. Wenn ich zu tun habe, gehe ich daher offline. Außerdem habe ich nur sehr wenig Freunde von früher hier wiedergefunden. Schade eigentlich.
12. August 2011
Ehe oder ehemals?
"Wir haben uns entschieden, unsere Ehe zu beenden", verkündete Jennifer Lopez gegenüber den Massenmedien und spielte auf ihre siebenjährige Ehe mit Marc Anthony an, aus der auch Kinder (Zwillinge) hervorgegangen sind. Ich fragte mich spontan, weshalb beide Erwachsenen die Ehe überhaupt erst eingegangen waren, wenn doch ein rationaler Akt ausreicht, um das Ende herbeizuführen.
Eine solche Gelegenheitsehe hat im Alltag oft eben nicht mehr ihren religiösen Charakter, wonach die Eheleute sich vor Gott untrennbar miteinander verbunden hatten - bis zum Tod (und darüber hinaus). Wussten sie nicht, dass die Statistik (hohe Scheidungsrate) von der Ehe abrät?! Ich fühlte mich erinnert an das Buch Das 11. Gebot oder Du sollst nicht heiraten. Ein Plädoyer gegen die eheliche Zwangsgemeinschaft von Benno Gebistorf. Er rät von der Eheschließung ab, weil die Ehe als eigentlich verpflichtende "unkündbare Dauerbindung" kein inhaltliches Konzept bzw. keinen konkreten Plan biete, historisch gesehen nicht notwendig sei, ein "Risiko der Persönlichkeitszerstörung" darstelle und
nicht selten zur "Verkümmerung eines oder beider Partner" führe.
Eine solche Gelegenheitsehe hat im Alltag oft eben nicht mehr ihren religiösen Charakter, wonach die Eheleute sich vor Gott untrennbar miteinander verbunden hatten - bis zum Tod (und darüber hinaus). Wussten sie nicht, dass die Statistik (hohe Scheidungsrate) von der Ehe abrät?! Ich fühlte mich erinnert an das Buch Das 11. Gebot oder Du sollst nicht heiraten. Ein Plädoyer gegen die eheliche Zwangsgemeinschaft von Benno Gebistorf. Er rät von der Eheschließung ab, weil die Ehe als eigentlich verpflichtende "unkündbare Dauerbindung" kein inhaltliches Konzept bzw. keinen konkreten Plan biete, historisch gesehen nicht notwendig sei, ein "Risiko der Persönlichkeitszerstörung" darstelle und
nicht selten zur "Verkümmerung eines oder beider Partner" führe.
3. August 2011
Alltag III - Über verschiedene Arten des Kommen
Der Urlaub ist vorüber und der Alltag beißt mir gleich in den Magen. Aus aktuellem Anlass - ich bin momentan auftragslos - möchte ich die alte Weisheit in Erinnerung rufen, dass ohne EinKOMMEN kein AusKOMMEN möglich ist.
Wenn im kapitalistischen Schlaraffenland der eigene Broterwerb nicht (mehr) funktioniert, herrscht bei jemandem wie mir bald der "totale Aufruhr" in der Seele. Erst gestern bestieg mich kurz eine Panikattacke, die nicht sein müsste (siehe unten). Zur globalen Finanzkrise gesellt sich die ganz private Krisenstimmung: Wovon bezahle ich, nicht nur rhetorisch gefragt, meine Rechnungen, wenn der Geld-Fluss ausgetrocket ist?! Jahrelang ging es gut, ich hatte ausreichend verdient. Nun sind die Ersparnisse quasi aufgebraucht. Das ideologische Motto "Erfolg macht Spaß" (so heißt eine Gruppe im Netzwerk "XING") trifft nur zu, wenn der Erfolg nicht behindert ist. Aber keine Angst, dieser Wortbeitrag hier ist kein Spendenaufruf!
Wenn im kapitalistischen Schlaraffenland der eigene Broterwerb nicht (mehr) funktioniert, herrscht bei jemandem wie mir bald der "totale Aufruhr" in der Seele. Erst gestern bestieg mich kurz eine Panikattacke, die nicht sein müsste (siehe unten). Zur globalen Finanzkrise gesellt sich die ganz private Krisenstimmung: Wovon bezahle ich, nicht nur rhetorisch gefragt, meine Rechnungen, wenn der Geld-Fluss ausgetrocket ist?! Jahrelang ging es gut, ich hatte ausreichend verdient. Nun sind die Ersparnisse quasi aufgebraucht. Das ideologische Motto "Erfolg macht Spaß" (so heißt eine Gruppe im Netzwerk "XING") trifft nur zu, wenn der Erfolg nicht behindert ist. Aber keine Angst, dieser Wortbeitrag hier ist kein Spendenaufruf!
Denkstein von
Frank Rahde
um
17:22
2
Meinung(en)
Sujets:
Arbeitslosigkeit,
Einkommen,
Hartz4,
Jobcenter
16. Juli 2011
Tipp: Kratzen an der Oberfläche der Wirklichkeit
Es ist eine Neugier, die an Voyerismus angrenzt, aber keinen Genuss bedeutet: Wie sieht das Sterben aus? Die Gesunden bzw. Jungen können es nicht direkt erleben. Daher bleibt nur der Einblick über sekundäre Quellen, über Berichte von/über Betroffenen. Es ist jedem überlassen, sich diesem Thema des Abdankens vorzeitig zu widmen oder nicht. Für mich gehört das sich Bekanntmachen mit dem Ende zum Erwachsenwerden dazu.
Wer traut sich, die ernste Sterbe-Dokumentation "Letzte Saison - Wenn es Zeit ist zu sterben" anzuschauen?! Hier geht es um drei achtenswerte Menschen in unterschiedlichem Rentneralter, die auf ihre letzte große Reise gehen (müssen) und uns erlauben, sie dabei zu begleiten. Ihre Namen sind es wert, genannt zu werden: Gisela Zeller (65) mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, Franz Rilling (96) mit Magenerkrankung und Rubert Gässler (87) mit Lungenentzündung plus Verdacht auf Prostatakrebs.
Es gab Momente im Film, in denen ich beinahe wegschaute, so intim, bitter und erfolglos erschien der Kampf gegen Gebrechlichkeit und Siechtum. Hängen geblieben sind bei mir jedoch starke Äußerungen dieser Menschen wie das kämpferische "noch mal ein Fitzelchen gesund werden" (Frau Zeller nach Diagnose), das lustvolle "Badesruhe statt Todesruhe" (Herr Rilling in der Badewanne liegend) und das philosophische "Gescheite Leute gehen alle mit 85, auch Adenauer" (Herr Gössler im Interview).
Sei gewarnt: Es ist eine eindringliche Konfrontation mit der letzten Realität! Wer von sich sagt "Ich will alles wissen", sollte sich diese 90 min Zeit nehmen und am Fenster zur Wirklichkeit kratzen. Was du erblickst, das nützt Dir.
Wer traut sich, die ernste Sterbe-Dokumentation "Letzte Saison - Wenn es Zeit ist zu sterben" anzuschauen?! Hier geht es um drei achtenswerte Menschen in unterschiedlichem Rentneralter, die auf ihre letzte große Reise gehen (müssen) und uns erlauben, sie dabei zu begleiten. Ihre Namen sind es wert, genannt zu werden: Gisela Zeller (65) mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, Franz Rilling (96) mit Magenerkrankung und Rubert Gässler (87) mit Lungenentzündung plus Verdacht auf Prostatakrebs.
Es gab Momente im Film, in denen ich beinahe wegschaute, so intim, bitter und erfolglos erschien der Kampf gegen Gebrechlichkeit und Siechtum. Hängen geblieben sind bei mir jedoch starke Äußerungen dieser Menschen wie das kämpferische "noch mal ein Fitzelchen gesund werden" (Frau Zeller nach Diagnose), das lustvolle "Badesruhe statt Todesruhe" (Herr Rilling in der Badewanne liegend) und das philosophische "Gescheite Leute gehen alle mit 85, auch Adenauer" (Herr Gössler im Interview).
Sei gewarnt: Es ist eine eindringliche Konfrontation mit der letzten Realität! Wer von sich sagt "Ich will alles wissen", sollte sich diese 90 min Zeit nehmen und am Fenster zur Wirklichkeit kratzen. Was du erblickst, das nützt Dir.
13. Juli 2011
Alltag II - Überleben durch Arbeit
Ich bin gerade arbeitslos - mal wieder. Keine Angst, jetzt folgt kein Jammern, sondern eine Besinnung. Der altbekannte Zustand kam in "Wellen": 2000, 2003, 2007, 2011. Dadurch fühle ich mich fast schon wie ein Profi und Rentner. Als würde ich den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Doch frei bzw. befreit fühle ich mich durch die Freisetzung von der Arbeit nicht, denn ich blicke noch auf kein Lebenswerk zurück und beziehe auch keine selbst erwirtschaftete Rente. Der Blick auf die Arbeit ändert sich, sobald sie fehlt. Ich sah in ihr fast nie eine Last. Nur als ich als 14-jähriger Schüler im Schlachthof körperlich anstrengende Arbeit für einen typisch mickrigen DDR-Lohn verrichtete und als ich zu nächtlicher Zeit während meines Studiums (nach der Wende ´89) bei der Post jobbte, war es keine Befriedigung.
Wer mich heute fragen würde, was ich an einem Arbeitsverhältnis gut finde, dem antworte ich: das belohnte Tätigsein! In dieser Formulierung stecken mehrere Bedeutungen. Das verdiente Geld macht mich selbständig: als Zahlungsmittel verschafft es mir Zugriff auf knappe, wertvolle Güter wie Zeit, Bewegungsfreiheit und Genussmittel aller Art (für die Befriedigung meiner primären Bedürfnisse). Geld motiviert ungemein, denn es eröffnet das Freikaufen von weiterem Beschäftigungszwang. Andererseits: Das aktive Produzieren bzw. Leisten von Diensten bezeugt Lebendigsein, verschafft Gebrauchtsein und Anerkennung, erzeugt soziale Kontakte und hält fit. Wir brauchen dieses Training, diese Bewegtheit, diesen Sondersinn. Dabei sind wir heutzutage schon so organisiert, dass Arbeit nicht nur das Überleben sichert, sondern auch das Leben garantiert. Ich höre deshalb nicht gern, wenn jemand pauschal sagt: "Ich will nicht arbeiten gehen, es ist so unergiebig, nervig, beengend, anstrengend, entfremdend, beängstigend, überfordernd". Doch wenn das Arbeiten als Zwang und Belastung erlebt wird, dann verstehe ich die Ablehnung. So weit, so schlecht.
Wer mich heute fragen würde, was ich an einem Arbeitsverhältnis gut finde, dem antworte ich: das belohnte Tätigsein! In dieser Formulierung stecken mehrere Bedeutungen. Das verdiente Geld macht mich selbständig: als Zahlungsmittel verschafft es mir Zugriff auf knappe, wertvolle Güter wie Zeit, Bewegungsfreiheit und Genussmittel aller Art (für die Befriedigung meiner primären Bedürfnisse). Geld motiviert ungemein, denn es eröffnet das Freikaufen von weiterem Beschäftigungszwang. Andererseits: Das aktive Produzieren bzw. Leisten von Diensten bezeugt Lebendigsein, verschafft Gebrauchtsein und Anerkennung, erzeugt soziale Kontakte und hält fit. Wir brauchen dieses Training, diese Bewegtheit, diesen Sondersinn. Dabei sind wir heutzutage schon so organisiert, dass Arbeit nicht nur das Überleben sichert, sondern auch das Leben garantiert. Ich höre deshalb nicht gern, wenn jemand pauschal sagt: "Ich will nicht arbeiten gehen, es ist so unergiebig, nervig, beengend, anstrengend, entfremdend, beängstigend, überfordernd". Doch wenn das Arbeiten als Zwang und Belastung erlebt wird, dann verstehe ich die Ablehnung. So weit, so schlecht.
12. Juli 2011
Senecas Trost, eine Farce
Der Tod ist eines meiner "Lieblingsthemen".
Erst gestern stolperte ich im Internet über Seneca, der den Spruch prägte: "Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben." Doch ist ein solches Zitat kein Trost für die Hunderttausenden von ver-/hungernden Somalier in den Flüchtlingscamps im benachbarten Kenia, die Opfer einer Jahrhundertdürre sind.
Diese menschliche Katastrophe mit der hohen Todesrate hat mich eben erschüttert und traurig gemacht. Ich bin auch nur ein Mensch und der übliche Hinweis auf Kinder und Alte tat sein Übriges, obwohl Erwachsene auch gleich viel wert sein dürften. Ich hatte das afrikanische Grundproblem völlig vergessen und verdrängt. Stop: Ich bin nicht schuld daran. Dennoch löste der Artikel spontan Betroffenheit, Verzweiflung und Ohnmacht aus. Wir leben in voneinander isolierten Welten: hier herrscht Diätwahn, dort Abmagerungszwang. Wie kann es sein, dass woanders so viele Menschen wie Fliegen wegsterben, während wir das hohe Alter genießen?! Ist das wirklich nur das Wirken reiner Evolution?!
Erst gestern stolperte ich im Internet über Seneca, der den Spruch prägte: "Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben." Doch ist ein solches Zitat kein Trost für die Hunderttausenden von ver-/hungernden Somalier in den Flüchtlingscamps im benachbarten Kenia, die Opfer einer Jahrhundertdürre sind.
Diese menschliche Katastrophe mit der hohen Todesrate hat mich eben erschüttert und traurig gemacht. Ich bin auch nur ein Mensch und der übliche Hinweis auf Kinder und Alte tat sein Übriges, obwohl Erwachsene auch gleich viel wert sein dürften. Ich hatte das afrikanische Grundproblem völlig vergessen und verdrängt. Stop: Ich bin nicht schuld daran. Dennoch löste der Artikel spontan Betroffenheit, Verzweiflung und Ohnmacht aus. Wir leben in voneinander isolierten Welten: hier herrscht Diätwahn, dort Abmagerungszwang. Wie kann es sein, dass woanders so viele Menschen wie Fliegen wegsterben, während wir das hohe Alter genießen?! Ist das wirklich nur das Wirken reiner Evolution?!
10. Juli 2011
Parallele von Formel 1 und Computerschach
Ich mag Formel 1 überhaupt nicht, schaue es nicht an und kann daher auch nicht mitreden. Oder doch?!
Mich stört am Motorrennsport der Vorrang der Technik vor den Leistungen des Fahrers, obwohl ich durchaus ein Technik-Fan bin! Wenn es nach mir als Menschenfreund ginge, würde ich alle Teilnehmer in identische Boliden stecken und dann ermitteln, wer die besten Fahrkünste besitzt. So läuft es doch beim Go-Kart-Fahren mit Freunden, oder?! Doch leider gibt es keine solche Gleichheit. Es hat jener Rennstall Vorteile, der es mit erlaubten, verbotenen oder heimlichen Mittel schafft, seinen Schlitten am schnellsten zu machen. Beim Sieger weiß ich leider nicht, warum er genau gewonnen hat. Der neueste Fall eines Auspuffkrieges möge veranschaulichen, was ich meine. Man könnte durchaus die beste Technik auszeichnen, indem die Testläufe ohne Steuerfrau in einem Labor stattfinden. So wissenschaftlich ist der Rennsport natürlich nicht und das Wetter ist neben versagenden experimentellen Autoteilen gern der Spielverderber.
Mich stört am Motorrennsport der Vorrang der Technik vor den Leistungen des Fahrers, obwohl ich durchaus ein Technik-Fan bin! Wenn es nach mir als Menschenfreund ginge, würde ich alle Teilnehmer in identische Boliden stecken und dann ermitteln, wer die besten Fahrkünste besitzt. So läuft es doch beim Go-Kart-Fahren mit Freunden, oder?! Doch leider gibt es keine solche Gleichheit. Es hat jener Rennstall Vorteile, der es mit erlaubten, verbotenen oder heimlichen Mittel schafft, seinen Schlitten am schnellsten zu machen. Beim Sieger weiß ich leider nicht, warum er genau gewonnen hat. Der neueste Fall eines Auspuffkrieges möge veranschaulichen, was ich meine. Man könnte durchaus die beste Technik auszeichnen, indem die Testläufe ohne Steuerfrau in einem Labor stattfinden. So wissenschaftlich ist der Rennsport natürlich nicht und das Wetter ist neben versagenden experimentellen Autoteilen gern der Spielverderber.
Denkstein von
Frank Rahde
um
13:19
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Meinung(en)
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