Es ist eine Neugier, die an Voyerismus angrenzt, aber keinen Genuss bedeutet: Wie sieht das Sterben aus? Die Gesunden bzw. Jungen können es nicht direkt erleben. Daher bleibt nur der Einblick über sekundäre Quellen, über Berichte von/über Betroffenen. Es ist jedem überlassen, sich diesem Thema des Abdankens vorzeitig zu widmen oder nicht. Für mich gehört das sich Bekanntmachen mit dem Ende zum Erwachsenwerden dazu.
Wer traut sich, die ernste Sterbe-Dokumentation "Letzte Saison - Wenn es Zeit ist zu sterben" anzuschauen?! Hier geht es um drei achtenswerte Menschen in unterschiedlichem Rentneralter, die auf ihre letzte große Reise gehen (müssen) und uns erlauben, sie dabei zu begleiten. Ihre Namen sind es wert, genannt zu werden: Gisela Zeller (65) mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, Franz Rilling (96) mit Magenerkrankung und Rubert Gässler (87) mit Lungenentzündung plus Verdacht auf Prostatakrebs.
Es gab Momente im Film, in denen ich beinahe wegschaute, so intim, bitter und erfolglos erschien der Kampf gegen Gebrechlichkeit und Siechtum. Hängen geblieben sind bei mir jedoch starke Äußerungen dieser Menschen wie das kämpferische "noch mal ein Fitzelchen gesund werden" (Frau Zeller nach Diagnose), das lustvolle "Badesruhe statt Todesruhe" (Herr Rilling in der Badewanne liegend) und das philosophische "Gescheite Leute gehen alle mit 85, auch Adenauer" (Herr Gössler im Interview).
Sei gewarnt: Es ist eine eindringliche Konfrontation mit der letzten Realität! Wer von sich sagt "Ich will alles wissen", sollte sich diese 90 min Zeit nehmen und am Fenster zur Wirklichkeit kratzen. Was du erblickst, das nützt Dir.
Ich versammle hier Denk-Steine, die über den Tellerrand hinausschießen.
16. Juli 2011
13. Juli 2011
Alltag II - Überleben durch Arbeit
Ich bin gerade arbeitslos - mal wieder. Keine Angst, jetzt folgt kein Jammern, sondern eine Besinnung. Der altbekannte Zustand kam in "Wellen": 2000, 2003, 2007, 2011. Dadurch fühle ich mich fast schon wie ein Profi und Rentner. Als würde ich den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Doch frei bzw. befreit fühle ich mich durch die Freisetzung von der Arbeit nicht, denn ich blicke noch auf kein Lebenswerk zurück und beziehe auch keine selbst erwirtschaftete Rente. Der Blick auf die Arbeit ändert sich, sobald sie fehlt. Ich sah in ihr fast nie eine Last. Nur als ich als 14-jähriger Schüler im Schlachthof körperlich anstrengende Arbeit für einen typisch mickrigen DDR-Lohn verrichtete und als ich zu nächtlicher Zeit während meines Studiums (nach der Wende ´89) bei der Post jobbte, war es keine Befriedigung.
Wer mich heute fragen würde, was ich an einem Arbeitsverhältnis gut finde, dem antworte ich: das belohnte Tätigsein! In dieser Formulierung stecken mehrere Bedeutungen. Das verdiente Geld macht mich selbständig: als Zahlungsmittel verschafft es mir Zugriff auf knappe, wertvolle Güter wie Zeit, Bewegungsfreiheit und Genussmittel aller Art (für die Befriedigung meiner primären Bedürfnisse). Geld motiviert ungemein, denn es eröffnet das Freikaufen von weiterem Beschäftigungszwang. Andererseits: Das aktive Produzieren bzw. Leisten von Diensten bezeugt Lebendigsein, verschafft Gebrauchtsein und Anerkennung, erzeugt soziale Kontakte und hält fit. Wir brauchen dieses Training, diese Bewegtheit, diesen Sondersinn. Dabei sind wir heutzutage schon so organisiert, dass Arbeit nicht nur das Überleben sichert, sondern auch das Leben garantiert. Ich höre deshalb nicht gern, wenn jemand pauschal sagt: "Ich will nicht arbeiten gehen, es ist so unergiebig, nervig, beengend, anstrengend, entfremdend, beängstigend, überfordernd". Doch wenn das Arbeiten als Zwang und Belastung erlebt wird, dann verstehe ich die Ablehnung. So weit, so schlecht.
Wer mich heute fragen würde, was ich an einem Arbeitsverhältnis gut finde, dem antworte ich: das belohnte Tätigsein! In dieser Formulierung stecken mehrere Bedeutungen. Das verdiente Geld macht mich selbständig: als Zahlungsmittel verschafft es mir Zugriff auf knappe, wertvolle Güter wie Zeit, Bewegungsfreiheit und Genussmittel aller Art (für die Befriedigung meiner primären Bedürfnisse). Geld motiviert ungemein, denn es eröffnet das Freikaufen von weiterem Beschäftigungszwang. Andererseits: Das aktive Produzieren bzw. Leisten von Diensten bezeugt Lebendigsein, verschafft Gebrauchtsein und Anerkennung, erzeugt soziale Kontakte und hält fit. Wir brauchen dieses Training, diese Bewegtheit, diesen Sondersinn. Dabei sind wir heutzutage schon so organisiert, dass Arbeit nicht nur das Überleben sichert, sondern auch das Leben garantiert. Ich höre deshalb nicht gern, wenn jemand pauschal sagt: "Ich will nicht arbeiten gehen, es ist so unergiebig, nervig, beengend, anstrengend, entfremdend, beängstigend, überfordernd". Doch wenn das Arbeiten als Zwang und Belastung erlebt wird, dann verstehe ich die Ablehnung. So weit, so schlecht.
12. Juli 2011
Senecas Trost, eine Farce
Der Tod ist eines meiner "Lieblingsthemen".
Erst gestern stolperte ich im Internet über Seneca, der den Spruch prägte: "Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben." Doch ist ein solches Zitat kein Trost für die Hunderttausenden von ver-/hungernden Somalier in den Flüchtlingscamps im benachbarten Kenia, die Opfer einer Jahrhundertdürre sind.
Diese menschliche Katastrophe mit der hohen Todesrate hat mich eben erschüttert und traurig gemacht. Ich bin auch nur ein Mensch und der übliche Hinweis auf Kinder und Alte tat sein Übriges, obwohl Erwachsene auch gleich viel wert sein dürften. Ich hatte das afrikanische Grundproblem völlig vergessen und verdrängt. Stop: Ich bin nicht schuld daran. Dennoch löste der Artikel spontan Betroffenheit, Verzweiflung und Ohnmacht aus. Wir leben in voneinander isolierten Welten: hier herrscht Diätwahn, dort Abmagerungszwang. Wie kann es sein, dass woanders so viele Menschen wie Fliegen wegsterben, während wir das hohe Alter genießen?! Ist das wirklich nur das Wirken reiner Evolution?!
Erst gestern stolperte ich im Internet über Seneca, der den Spruch prägte: "Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben." Doch ist ein solches Zitat kein Trost für die Hunderttausenden von ver-/hungernden Somalier in den Flüchtlingscamps im benachbarten Kenia, die Opfer einer Jahrhundertdürre sind.
Diese menschliche Katastrophe mit der hohen Todesrate hat mich eben erschüttert und traurig gemacht. Ich bin auch nur ein Mensch und der übliche Hinweis auf Kinder und Alte tat sein Übriges, obwohl Erwachsene auch gleich viel wert sein dürften. Ich hatte das afrikanische Grundproblem völlig vergessen und verdrängt. Stop: Ich bin nicht schuld daran. Dennoch löste der Artikel spontan Betroffenheit, Verzweiflung und Ohnmacht aus. Wir leben in voneinander isolierten Welten: hier herrscht Diätwahn, dort Abmagerungszwang. Wie kann es sein, dass woanders so viele Menschen wie Fliegen wegsterben, während wir das hohe Alter genießen?! Ist das wirklich nur das Wirken reiner Evolution?!
10. Juli 2011
Parallele von Formel 1 und Computerschach
Ich mag Formel 1 überhaupt nicht, schaue es nicht an und kann daher auch nicht mitreden. Oder doch?!
Mich stört am Motorrennsport der Vorrang der Technik vor den Leistungen des Fahrers, obwohl ich durchaus ein Technik-Fan bin! Wenn es nach mir als Menschenfreund ginge, würde ich alle Teilnehmer in identische Boliden stecken und dann ermitteln, wer die besten Fahrkünste besitzt. So läuft es doch beim Go-Kart-Fahren mit Freunden, oder?! Doch leider gibt es keine solche Gleichheit. Es hat jener Rennstall Vorteile, der es mit erlaubten, verbotenen oder heimlichen Mittel schafft, seinen Schlitten am schnellsten zu machen. Beim Sieger weiß ich leider nicht, warum er genau gewonnen hat. Der neueste Fall eines Auspuffkrieges möge veranschaulichen, was ich meine. Man könnte durchaus die beste Technik auszeichnen, indem die Testläufe ohne Steuerfrau in einem Labor stattfinden. So wissenschaftlich ist der Rennsport natürlich nicht und das Wetter ist neben versagenden experimentellen Autoteilen gern der Spielverderber.
Mich stört am Motorrennsport der Vorrang der Technik vor den Leistungen des Fahrers, obwohl ich durchaus ein Technik-Fan bin! Wenn es nach mir als Menschenfreund ginge, würde ich alle Teilnehmer in identische Boliden stecken und dann ermitteln, wer die besten Fahrkünste besitzt. So läuft es doch beim Go-Kart-Fahren mit Freunden, oder?! Doch leider gibt es keine solche Gleichheit. Es hat jener Rennstall Vorteile, der es mit erlaubten, verbotenen oder heimlichen Mittel schafft, seinen Schlitten am schnellsten zu machen. Beim Sieger weiß ich leider nicht, warum er genau gewonnen hat. Der neueste Fall eines Auspuffkrieges möge veranschaulichen, was ich meine. Man könnte durchaus die beste Technik auszeichnen, indem die Testläufe ohne Steuerfrau in einem Labor stattfinden. So wissenschaftlich ist der Rennsport natürlich nicht und das Wetter ist neben versagenden experimentellen Autoteilen gern der Spielverderber.
Denkstein von
Frank Rahde
um
13:19
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Sujets:
Computerschach,
Faktor Mensch,
Formel 1,
Skispringen
7. Juli 2011
Kein "Be-Trog"
Ooch. Katharina Witt, die aus meiner verhassten Heimatstadt Chemnitz stammt, weinte bitterlich über das Scheitern von München 2018. Man sieht es auf dem News-Foto von web.de (Ich wollte schon immer mal zur Abwechslung einen Link zum Unterhaltungsportal meines Mailanbieters angeben, denn ich bin, Achtung Schleichwerbung, zufrieden mit meiner Clubmitgliedschaft).
Was in aller Welt hat die potenten Bayern und die ausgeliehene Sächsin (Witt) geritten, sich um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 zu reißen? Mit Sport hatte das wenig zu tun, aber dafür umso mehr mit technischer Überlegenheit, politischem Einfluss und ökonomischen Interessen. Es war ein sinnloser Antritt von Bundespräsident Wulff. Beim nächsten Mal sollte unbedingt darauf geschaut werden, ob ein bisher erfolgloser Mitbewerber zum dritten Mal antritt. Wenn ja, dann wissen wir im Vorhinein, wer für seine Hartnäckigkeit und Investitionen belohnt werden wird. Recht so.
Was in aller Welt hat die potenten Bayern und die ausgeliehene Sächsin (Witt) geritten, sich um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 zu reißen? Mit Sport hatte das wenig zu tun, aber dafür umso mehr mit technischer Überlegenheit, politischem Einfluss und ökonomischen Interessen. Es war ein sinnloser Antritt von Bundespräsident Wulff. Beim nächsten Mal sollte unbedingt darauf geschaut werden, ob ein bisher erfolgloser Mitbewerber zum dritten Mal antritt. Wenn ja, dann wissen wir im Vorhinein, wer für seine Hartnäckigkeit und Investitionen belohnt werden wird. Recht so.
29. Juni 2011
In eigener Sache II - Fechten als Lebenselixier
Da auch einige meiner Fechtkameraden in meinem Blog lesen, möchte ich heute einmal von meinem (tragischen?) sportlichen Werdegang im Fechtsport berichten.
Als Kind focht ich mehrere Jahre Florett (noch mit französischem Griff). Die Möglichkeit, als Kind Degen zu fechten, gab es damals in meinem Trainingszentrum noch nicht. Da ich vergesslich bin, verraten mir nur meine alten Urkunden, wann das genau war: 1983-1985. Eine kleine Ewigkeit her. Zum Glück haben diese Nachweise bis heute überlebt. Ist es Angeberei, wenn ich erwähne, dass ich unter anderem 2x Jahresbester im Trainingszentrum Fechten der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt gewesen war? Eine Parallele tut sich dabei auf: Aktuell führe ich nach 3 von 10 Turnieren die Rangliste meines Heimatvereins an, wenn auch knapp. Würde ich im Dezember immer noch ganz oben stehen, könnte ich von mir sagen: zum 3. Mal Jahresbester! Das wäre ein Traum, aber ich kenne ja die starke Konkurrenz. Wenn das mein ehemaliger Trainer aus DDR-Zeiten, Ulrich (Uli) Obst, wüsste, der würde sich bestimmt freuen. Denn der Weg in den Leistungssport war mir einst verwehrt geblieben.
Als Kind focht ich mehrere Jahre Florett (noch mit französischem Griff). Die Möglichkeit, als Kind Degen zu fechten, gab es damals in meinem Trainingszentrum noch nicht. Da ich vergesslich bin, verraten mir nur meine alten Urkunden, wann das genau war: 1983-1985. Eine kleine Ewigkeit her. Zum Glück haben diese Nachweise bis heute überlebt. Ist es Angeberei, wenn ich erwähne, dass ich unter anderem 2x Jahresbester im Trainingszentrum Fechten der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt gewesen war? Eine Parallele tut sich dabei auf: Aktuell führe ich nach 3 von 10 Turnieren die Rangliste meines Heimatvereins an, wenn auch knapp. Würde ich im Dezember immer noch ganz oben stehen, könnte ich von mir sagen: zum 3. Mal Jahresbester! Das wäre ein Traum, aber ich kenne ja die starke Konkurrenz. Wenn das mein ehemaliger Trainer aus DDR-Zeiten, Ulrich (Uli) Obst, wüsste, der würde sich bestimmt freuen. Denn der Weg in den Leistungssport war mir einst verwehrt geblieben.
27. Juni 2011
Interview-Unfall: Hahne überfordert Koch
Der Diplom-Theologe und Fernseh-Moderator Peter Hahne hat für das ZDF den querschnittsgelähmten Samuel Koch, der in einer Wetten-Dass-Show bei einer (natürlich doppelt verlorenen) Wette schwer verunglückte, interviewt. Als wäre jener im Abarbeiten und Begreifen von brutalen Lebensverwerfungen der würdige Nachfolger von Monica Lierhaus. Einige Inhalte des Gesprächs können auf Spiegel Online nachgelesen werden, doch die Gefühlslage des Betrachters und Kritik am Interviewstil wurden dort ausgespart.
Ich war streckenweise peinlich berührt von manchen platten und suggestiven Fragen von Peter Hahne, die mit einem Ja oder Nein schon beantwortbar gewesen wären. Und mir tat Samuel Koch leid, der manch unsensible Frage beantworten musste.
Ich war streckenweise peinlich berührt von manchen platten und suggestiven Fragen von Peter Hahne, die mit einem Ja oder Nein schon beantwortbar gewesen wären. Und mir tat Samuel Koch leid, der manch unsensible Frage beantworten musste.
21. Juni 2011
Bürgerkrieg mit Wattebällchen?!
In Libyen herrscht bekanntlich Bürgerkrieg. Dort wird scharf geschossen. Aber wenn es nach den Aufständischen geht, darf nicht scharf gelegt werden. Die Aktivisten werfen der Armee laut Spiegel Online den Einsatz von geächteten Landminen vor. Es gibt angeblich Beweise dafür. Aber wen wundert diese Grenzüberschreitung, wenn der Staat Libyen als eines von 37 Ländern einem solchen Abkommen, das die Verwendung von sog. Anti-Personen-Minen verurteilt, nicht beigetreten war?! Die dürfen das quasi, zumal sie gewinnen wollen. Der Stärkere verzichtet ungern auf seine Vorteile, denn es würde eigene Verluste vergrößern. Zum Glück zünden sie keine kleinen Atombomben oder sprühen Giftgas.
Ich klinge zynisch, sehr wohl. Doch ...
Ich klinge zynisch, sehr wohl. Doch ...
20. Juni 2011
Die "nackte Gesellschaft"
So lautet ein entsprechender feministischer Artikel auf Zeit.de. Wieder zwinge ich meine Leser dazu, eine angegebene Quelle zu studieren, bevor mein Beitrag verständlich wird. Ich frage mich, ob dies Widerwillen erregt. Sorry, die Anregungen kommen halt zumeist von außen und verführen zu einer Stellungnahme.
Es geht in dem erwähnten längeren Essay um die sog. Softpornografisierung der deutschen Gesellschaft, den Siegeszug einer sanften Variante der Pornografie im Alltag der westlichen Gesellschaften... Ich wollte zuerst eine knallige Replik schreiben. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass die Autorin kaum den Zweck und die Ursachen des behaupteten Trends beleuchtet. Worin besteht in ihren Augen der angebliche "ikonografische Schaden" in den Köpfen der männlichen Betrachter? Diese Antwort bleibt Frau Radisch irgendwie schuldig, wenn sie sich am Ende selbst antwortet: "Der Schaden entsteht ... durch das Bild weiblicher Verfügbarkeit...".
Vermutlich meint sie mit Schaden die Inthronisierung der Frau als Sexualobjekt und damit einen eingeschränkten, abwertenden Blick der Männer auf das weibliche Geschlecht, der auf BetrachterInnen und DarstellerInnen zurückschlägt. Wir Männer, so denke ich, finden dann in der Nahwelt vor der Haustür bzw. im Bett nicht jene seltenen oder gar unmöglichen Frauenkörper vor, die uns vorgegaukelt werden, wir sind dann enttäuscht und gehen in der Phantasie fremd. Hier wären alle beschädigt: die aussortierten oder an der Illusionierung mitarbeitenden Frauen, die belogenen oder zu streng richtenden Männer.
Es geht in dem erwähnten längeren Essay um die sog. Softpornografisierung der deutschen Gesellschaft, den Siegeszug einer sanften Variante der Pornografie im Alltag der westlichen Gesellschaften... Ich wollte zuerst eine knallige Replik schreiben. Ich hatte nämlich den Eindruck, dass die Autorin kaum den Zweck und die Ursachen des behaupteten Trends beleuchtet. Worin besteht in ihren Augen der angebliche "ikonografische Schaden" in den Köpfen der männlichen Betrachter? Diese Antwort bleibt Frau Radisch irgendwie schuldig, wenn sie sich am Ende selbst antwortet: "Der Schaden entsteht ... durch das Bild weiblicher Verfügbarkeit...".
Vermutlich meint sie mit Schaden die Inthronisierung der Frau als Sexualobjekt und damit einen eingeschränkten, abwertenden Blick der Männer auf das weibliche Geschlecht, der auf BetrachterInnen und DarstellerInnen zurückschlägt. Wir Männer, so denke ich, finden dann in der Nahwelt vor der Haustür bzw. im Bett nicht jene seltenen oder gar unmöglichen Frauenkörper vor, die uns vorgegaukelt werden, wir sind dann enttäuscht und gehen in der Phantasie fremd. Hier wären alle beschädigt: die aussortierten oder an der Illusionierung mitarbeitenden Frauen, die belogenen oder zu streng richtenden Männer.
14. Juni 2011
Neuester Skandal in der Schachpolitik
Schach ist bekanntlich ein Denksport und ich liebe als aktiver Fernschachspieler dieses entgrenzende Spiel. Doch als ich auf Tagesschau online las, dass der Vorsitzende des Weltschachverbands (FIDE) Kirsan Iljumschinow am 12.Juni den lybischen Noch-Machtinhaber Muammar Gaddafi in Tripolis traf und mit ihm eine Partie Schach spielte, schämte ich mich für die eigene Verbandsführung (siehe meine Wortmeldung im Schachforum CSS). Haben Iljumschinow & Co. etwa ihre Gehirnzellen verspielt oder verkauft?!
Der Skandal liegt nicht etwa darin, dass beide gemäß des offiziellen Fotos anscheinend mit den weißen Steinen spielten (einer muss die schwarzen Steine führen) und Iljumschinow dem Gaddafi ein Unentschieden in der Partie schenkte (wenn der Anfänger Gaddafi wenigstens verloren hätte). Nein, auf der Homepage der FIDE wurde der Besuch auch noch stolz als Top-Artikel verkündet und zugleich wurde er von der lybischen Regierung für seine Zwecke missbraucht. Denn alles war im lybischen Staatsfernsehen gezeigt worden und kam so (zum Glück?!) erst an die Öffentlichkeit.
Der Skandal liegt nicht etwa darin, dass beide gemäß des offiziellen Fotos anscheinend mit den weißen Steinen spielten (einer muss die schwarzen Steine führen) und Iljumschinow dem Gaddafi ein Unentschieden in der Partie schenkte (wenn der Anfänger Gaddafi wenigstens verloren hätte). Nein, auf der Homepage der FIDE wurde der Besuch auch noch stolz als Top-Artikel verkündet und zugleich wurde er von der lybischen Regierung für seine Zwecke missbraucht. Denn alles war im lybischen Staatsfernsehen gezeigt worden und kam so (zum Glück?!) erst an die Öffentlichkeit.
Denkstein von
Frank Rahde
um
10:46
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FIDE,
Kirsan Iljumschinow,
Muammar Gaddafi,
Schach
5. Juni 2011
Tod als Bekannter
Manchmal mache ich mir als Laie Gedanken über den Tod, um mich mit ihm bekannt zu machen. Bloß: Können wir etwas über die "ärgerliche Tatsache" Tod sagen, wenn wir ihn nicht von der anderen Seite aus erleben und mitteilen können?!
Das Einbüßen (Abschaltetwerden) von Körper und Bewusstsein ist vorstellbar, aber was der Bruch auslöst bzw. wohin die "letzte große Reise" (O-Ton meiner Oma im Krankenhaus) führt, weiß keiner. Wir beobachten das Scheiden aus dem Leben bei anderen, wir erkennen dennoch nicht viel dabei. Was sich mir aufdrängt: Wir verlieren den Kontakt zum Erreichten und zu den Mitmenschen, wenn das Herz stehen bleibt. Mit dieser Verlust-"Brille" nehmen wir uns selbst wichtig und betrauern das eigene Ende umso mehr. Wir fragen uns, was das soll: das Leben als ein spontan angestoßener Weg mit Start und Ziel, aber ohne Belohnung und Steigerungsmöglichkeit. Wir kehren zurück in den Vorzustand, der uns vertraut sein müsste, es aber nicht ist.
Die Gegnerschaft von Leben und Tod ist hausgemacht, dabei bräuchte es sie nicht zu geben. Der Tod ist ein Bekannter und wenn er uns liebste Menschen stiehlt, irgendwo auch ein Verwandter. Wie verklärt man sich den Tod, wenn man Atheist ist, zumal die christlichen Religionen beim Verstehen des Todes nicht weiterhelfen, wenn sie eine unbewiesene Wiedergeburt behaupten?!
Das Einbüßen (Abschaltetwerden) von Körper und Bewusstsein ist vorstellbar, aber was der Bruch auslöst bzw. wohin die "letzte große Reise" (O-Ton meiner Oma im Krankenhaus) führt, weiß keiner. Wir beobachten das Scheiden aus dem Leben bei anderen, wir erkennen dennoch nicht viel dabei. Was sich mir aufdrängt: Wir verlieren den Kontakt zum Erreichten und zu den Mitmenschen, wenn das Herz stehen bleibt. Mit dieser Verlust-"Brille" nehmen wir uns selbst wichtig und betrauern das eigene Ende umso mehr. Wir fragen uns, was das soll: das Leben als ein spontan angestoßener Weg mit Start und Ziel, aber ohne Belohnung und Steigerungsmöglichkeit. Wir kehren zurück in den Vorzustand, der uns vertraut sein müsste, es aber nicht ist.
Die Gegnerschaft von Leben und Tod ist hausgemacht, dabei bräuchte es sie nicht zu geben. Der Tod ist ein Bekannter und wenn er uns liebste Menschen stiehlt, irgendwo auch ein Verwandter. Wie verklärt man sich den Tod, wenn man Atheist ist, zumal die christlichen Religionen beim Verstehen des Todes nicht weiterhelfen, wenn sie eine unbewiesene Wiedergeburt behaupten?!
3. Juni 2011
Alltag I - die Abrechnung mit der Rechnung
Ich war im NETTO einkaufen, weil es keine BRUTTO-Handelskette gibt. Am Ende der Orgie des Korbfüllens, Korbausladens und Korbwiederbefüllens (der Laufsteg des Futters wollte es so) stolperte ich über eine hohe Lebensmittelrechnung. Ärgerlich, aber selbst schuld. Mussten denn das Fackelbrot und die zwei Weine sein?!
Also Grund genug, schnell mal die Rechnung zu überprüfen, was ich eher selten tue. Und siehe da: Ich hatte zwei Mangos á 1,19 € eingekauft. Zum Glück hatte ich noch nicht begonnen, die Artikel vom Korb in die Taschen zu überführen. Warum werde ich eigentlich nicht bezahlt für meine körperlich anstrengenden Korbaktionen? Egal. Ich Trottel fand diese hübschen Mangos nur nicht im Einkaufskorb wieder. Mich strahlten dafür zwei billige Kiwies an. Ich hatte daraufhin die Eingebung: Bestimmt hatten die sich als Mangos ausgegeben, weil sie nach mehr als 29 ct ausschauen wollten. Nix da.
Also Grund genug, schnell mal die Rechnung zu überprüfen, was ich eher selten tue. Und siehe da: Ich hatte zwei Mangos á 1,19 € eingekauft. Zum Glück hatte ich noch nicht begonnen, die Artikel vom Korb in die Taschen zu überführen. Warum werde ich eigentlich nicht bezahlt für meine körperlich anstrengenden Korbaktionen? Egal. Ich Trottel fand diese hübschen Mangos nur nicht im Einkaufskorb wieder. Mich strahlten dafür zwei billige Kiwies an. Ich hatte daraufhin die Eingebung: Bestimmt hatten die sich als Mangos ausgegeben, weil sie nach mehr als 29 ct ausschauen wollten. Nix da.
31. Mai 2011
Liebe, Teil 3 - mein Liebesbegriff
Liebe ist m.E. ein bio-psycho-sozialer Tatbestand und es gibt daher viele unterschiedliche Beschreibungen dieser Komplexität. Liebe gilt als ein Phänomen, das u. a. von den Sinnelementen sexuelles Begehren, Zuneigung, Intimität, Treue, Paarbeziehung und Familie eingezäunt ist. Angesichts der unübersichtlichen Menge an Definitionen und der daraus resultierenden Konturlosigkeit in Psychologie, Soziologie und medialem Diskurs besteht die Notwendigkeit eines enger gefaßten, restriktiven Liebesbegriff, auf den ein weiterführendes Begriffsgebäude in Bezug auf die Facetten bzw. Kontexte der Liebe gestellt werden kann. Nur dann ließe sich die Inflation des Liebesbegriffs und die damit zusammenhängende Ziellosigkeit einer Liebesforschung stoppen bzw. vermeiden. Dem Begriff Liebe muß ein präziser Sinn zurückgegeben werden!
Ich möchte nach meiner Beschäftigung mit den bestehenden Liebestheorien hier eine Liebesdefinition zur Diskussion stellen, die ich bevorzuge und die natürlich angesichts der gesichteten Fachliteratur nicht gänzlich auf meinem eigenen Mist gewachsen sein kann.
Ich möchte nach meiner Beschäftigung mit den bestehenden Liebestheorien hier eine Liebesdefinition zur Diskussion stellen, die ich bevorzuge und die natürlich angesichts der gesichteten Fachliteratur nicht gänzlich auf meinem eigenen Mist gewachsen sein kann.
26. Mai 2011
Liebe, Teil 2 - Soziologische Sichtweisen
Das Phänomen "Liebe" hat mich seit meines Studiums der Soziologie fasziniert. Es ist eben nicht nur ein Wort mit fünf Buchstaben. Ich wollte alles wissen und besitze mittlerweile eine anständige Bibliothek. Ich habe vieles gelesen, doch das meiste leider wieder vergessen. Bücher sind zum Glück zum Nachschlagen da. Besonders interessierte mich die "Soziologie der Liebe", auch wenn andere Zweige wie Biologie, Geschichtswissenschaft, Psychologie und Philosophie sich mit Liebe beschäftigen.
Meine Magisterarbeit zum kulturellen Wandel der romantischen Liebe hatte ich in "Liebe, Teil 1" schon erwähnt. Ich begann im Anschluss sogar eine Doktorarbeit, in der ich mich per Befragung auf die Suche nach einer "gegenromantischen Drift im populärsemantischen Liebes-Apparat für Intimbeziehungen" begeben wollte (siehe Konzept). Ohne Fachchinesisch ausgedrückt: Wie sieht das subjektive und vom sozialen Umfeld dennoch mitgeprägte Liebesleitbild von Liebenden, die sich von romantischem Gedankengut verabschiedet haben, im Einzelnen aus? Aus verschiedenen, v.a. finanziellen Gründen brach ich jedoch die Dissertation ab.
Unabhängig davon wagte ich vor einigen Jahren, am Wikipedia-Eintrag "Liebe"ein klein wenig mitzuarbeiten. Dort gibt es den Abschnitt "Soziologie". Überraschenderweise wurde folgende Zuarbeit nicht gelöscht, sie blieb kritiklos stehen:
Meine Magisterarbeit zum kulturellen Wandel der romantischen Liebe hatte ich in "Liebe, Teil 1" schon erwähnt. Ich begann im Anschluss sogar eine Doktorarbeit, in der ich mich per Befragung auf die Suche nach einer "gegenromantischen Drift im populärsemantischen Liebes-Apparat für Intimbeziehungen" begeben wollte (siehe Konzept). Ohne Fachchinesisch ausgedrückt: Wie sieht das subjektive und vom sozialen Umfeld dennoch mitgeprägte Liebesleitbild von Liebenden, die sich von romantischem Gedankengut verabschiedet haben, im Einzelnen aus? Aus verschiedenen, v.a. finanziellen Gründen brach ich jedoch die Dissertation ab.
Unabhängig davon wagte ich vor einigen Jahren, am Wikipedia-Eintrag "Liebe"ein klein wenig mitzuarbeiten. Dort gibt es den Abschnitt "Soziologie". Überraschenderweise wurde folgende Zuarbeit nicht gelöscht, sie blieb kritiklos stehen:
Denkstein von
Frank Rahde
um
13:40
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Meinung(en)
Sujets:
Erich Fromm,
Soziologie der Liebe,
Wikipedia
23. Mai 2011
Hase und Igel auf Robotisch
In meinem Blogbeitrag "Rente ohne Rentner" bezeichnete ich neulich die Roboter als Helferlein und Rentenabsicherer. Eben stieß ich auf den Spiegel-Online-Videobericht "Kollege Roboter". In einer Berliner Bibliothek versehen zwei Roboter seit 2003 zuverlässig ihre Arbeit, indem sie Bücherkisten von A nach B transportieren. Um sie zu vermenschlichen, tragen sie die Namen "Hase" und "Igel" sowie passende kleine Plüschtiere als Namensschild. Die menschlichen Kollegen kämen gut zurecht mit ihren maschinellen Helfern und seien ihnen dankbar für die Abnahme körperlich schwerer Tätigkeit und unnötiger Wege im vierstöckigen Gebäude.
21. Mai 2011
Tabubruch
Es gibt Ungerechtigkeiten, die zum Himmel schreien.
Eine noch eher harmlose Variante aus der Literatur setzte Karl May in seinem Abenteuerroman "Winnetou I" in die Welt: Old Shatterhand befreit unerkannt die Apachenhäuptlinge Winnetou und dessen Vater aus den Händen der Kiowas. Als er später von den Apachen gefangen genommen wird, soll er am Marterpfahl sterben. Winnetou glaubt nicht der Beteuerung, sein Feind sei sein Freund. Der Leser fürchtet, dass hier jemand zu Unrecht hingerichtet wird. Das darf nicht sein. Auf die letzte Minute kann Old Shatterhand anhand einer Haarlocke beweisen, dass er einst der heimliche Retter gewesen war. Ohne dem wäre er unschuldig hingerichtet worden. Am schönsten finde ich den Moment, in dem der (fast tödliche) Irrtum auffliegt, denn dann erhält unser Bleichgesicht seine Rehabilitation. Mich durchströmten beim Lesen seltsame Gefühle: Der Verkannte steht als Held da und ihm gebührt große Dankbarkeit, der misstrauische Winnetou öffnet ihm sein Herz...
Eine noch eher harmlose Variante aus der Literatur setzte Karl May in seinem Abenteuerroman "Winnetou I" in die Welt: Old Shatterhand befreit unerkannt die Apachenhäuptlinge Winnetou und dessen Vater aus den Händen der Kiowas. Als er später von den Apachen gefangen genommen wird, soll er am Marterpfahl sterben. Winnetou glaubt nicht der Beteuerung, sein Feind sei sein Freund. Der Leser fürchtet, dass hier jemand zu Unrecht hingerichtet wird. Das darf nicht sein. Auf die letzte Minute kann Old Shatterhand anhand einer Haarlocke beweisen, dass er einst der heimliche Retter gewesen war. Ohne dem wäre er unschuldig hingerichtet worden. Am schönsten finde ich den Moment, in dem der (fast tödliche) Irrtum auffliegt, denn dann erhält unser Bleichgesicht seine Rehabilitation. Mich durchströmten beim Lesen seltsame Gefühle: Der Verkannte steht als Held da und ihm gebührt große Dankbarkeit, der misstrauische Winnetou öffnet ihm sein Herz...
20. Mai 2011
Meine technische Zukunft
Vorsicht, jetzt folgt ein Beitrag über Unterhaltungselektronik. Igitt. Doch wer von uns ist mittlerweile nicht technikverliebt und - abhängig?!
Ich besitze neben Digitalkamera, HiFi-Geräten und eBook auch einen Quadcore-PC, einen Dualcore-Laptop und ein Singlecore-Smartphone. Ganz schön viel und spezialisierter Technikkram, der demnächst Schrott sein wird. Als wäre ich ein Millionär mit einem großen Fuhrpark, der für jede Gelegenheit das passende Vehicle hat:
Ich besitze neben Digitalkamera, HiFi-Geräten und eBook auch einen Quadcore-PC, einen Dualcore-Laptop und ein Singlecore-Smartphone. Ganz schön viel und spezialisierter Technikkram, der demnächst Schrott sein wird. Als wäre ich ein Millionär mit einem großen Fuhrpark, der für jede Gelegenheit das passende Vehicle hat:
- Den PC nutze ich hauptsächlich für das Regieren rechenintensiver Schachprogramme und für das Kraxeln im Internet.
- Der Laptop sollte mir erlauben, im Freien an einem Beziehungsroman schreiben zu können, doch jetzt nutzt ihn zumeist meine Freundin und halte ich ihn als Ersatz für PC-Versagen vor.
- Das Smartphone wiederum dient mir vor allem als MP3-Player und Nachrichtenlieferant.
18. Mai 2011
Rente ohne Rentner?
Eben las ich bei tagesschau.de von der Empfehlung der fünf Wirtschaftsweisen, die "vorgesehene Erhöhung der `Rente mit 67´ im Jahr 2029 umzusetzen". Sie sehen die "rückläufige(n) Bevölkerungszahlen" aufgrund des Geburtenrückgangs und die "steigende Lebenserwartung" (wir bleiben länger gesund) als Gründe für diesen Schritt. In 18 Jahren bin ich 56, also wird mich die sog. Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters erst recht betreffen.
Ich übersehe nicht, warum die Altersgrenze angehoben werden soll: Je später wir uns auf das Altenteil legen dürfen, umso später muss der Staat mit der Auszahlung der Rente beginnen und umso kürzer währt dessen Rentenauszahlung. Das Geld reicht nicht wie bisher, also wird auf diese Weise bei den Rentnern gespart. Nur Steuererhöhungen oder anderweitige Einsparungen würden es zulassen, das Renteneintrittsalter zu stabilisieren oder gar zu senken. Obwohl ich im Mittel-Alter stecke, sorge ich mich um meine Lebenszeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt zwar permanent, aber trotzdem könnte es passieren, dass ich ein Jahr später schon (mit 68) sterbe und meine erwirtschaftete Rente dann ohne ihren Rentner "Frank" dasteht.
Ich übersehe nicht, warum die Altersgrenze angehoben werden soll: Je später wir uns auf das Altenteil legen dürfen, umso später muss der Staat mit der Auszahlung der Rente beginnen und umso kürzer währt dessen Rentenauszahlung. Das Geld reicht nicht wie bisher, also wird auf diese Weise bei den Rentnern gespart. Nur Steuererhöhungen oder anderweitige Einsparungen würden es zulassen, das Renteneintrittsalter zu stabilisieren oder gar zu senken. Obwohl ich im Mittel-Alter stecke, sorge ich mich um meine Lebenszeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt zwar permanent, aber trotzdem könnte es passieren, dass ich ein Jahr später schon (mit 68) sterbe und meine erwirtschaftete Rente dann ohne ihren Rentner "Frank" dasteht.
16. Mai 2011
In eigener Sache
Ich grüße heute alle meine anonymen Leser, die sich zu meinem Blog verlaufen haben!
Leider weiß ich nie, wie meine Gedankensplitter wirken. Meine Hoffnung, es würde Kommentare hageln, währte nur kurz. Gäste sind nämlich leider ausgesperrt. Du kannst nur einen Kommentar abgeben, wenn Du einen Account bzw. ein Profil bei Google, Twitter, Yahoo, LiveJournal, WordPress, TypePad, AIM oder OpenID besitzt. Das finde ich userunfreundlich. Es nötigt jeden zum Registrieren, der sich äußern will. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Blog woanders eröffnet. Die Meinung oder Kritik von Euch Lesern ist mir wichtig. Umständlicher und zuviel des Guten wäre zu diesem Zweck das Einrichten eines Forums...
Wer mir etwas zu einem meiner Beiträge mitzuteilen hat, kann mir gern mailen oder mich in der Community facebook treffen. Ich würde dann darauf per Mail reagieren oder im Blog auf die Wortmeldungen eingehen.
Gruß, Frank
Leider weiß ich nie, wie meine Gedankensplitter wirken. Meine Hoffnung, es würde Kommentare hageln, währte nur kurz. Gäste sind nämlich leider ausgesperrt. Du kannst nur einen Kommentar abgeben, wenn Du einen Account bzw. ein Profil bei Google, Twitter, Yahoo, LiveJournal, WordPress, TypePad, AIM oder OpenID besitzt. Das finde ich userunfreundlich. Es nötigt jeden zum Registrieren, der sich äußern will. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Blog woanders eröffnet. Die Meinung oder Kritik von Euch Lesern ist mir wichtig. Umständlicher und zuviel des Guten wäre zu diesem Zweck das Einrichten eines Forums...
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Gruß, Frank
13. Mai 2011
Der Schuss
Gunter Sachs erschoss sich wegen des Eindrucks beginnenden Alzheimers, also aufgrund seiner unsicheren Selbstdiagnose. So, wie ich den Abschiedsbrief verstehe, lehnte er die Krankheit ab, er wollte sich ihr nicht beugen. Diese Krankheit mit ihren Konventionen durfte sein restliches Leben nicht bestimmen. Ich symphatisiere mit seiner Ansicht, vor der Auflösung des sozialen Selbstes lieber einen Schlussstrich zu ziehen. Wenn ich "Gott" wäre, würde ich Alzheimer als Sterbeform abschaffen, weil totaler Gedächtnisverlust bzw. umfassendes Vergessen des Erlebten nicht zum Leben passt. Ich würde die Menschen vorher (!) aus dem Diesseits abberufen und zwar urplötzlich, wie die Geburt (= Herausschlüpfen aus der Gebärmutter und Losschreien).
Denkstein von
Frank Rahde
um
23:03
0
Meinung(en)
Sujets:
Alzheimer,
Krankheit,
Selbstmord,
Sterben,
Tod
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